Naturwissenschaft



Ich beschäftige mich neben Theologie auch mit Naturwissenschaft. Deshalb hat mein Buch "SCHÖPFUNG IST EVOLUTION" von Carl Friedrich von Weizäcker über Schalom Ben-Chorin bis zu dem z. Zt. beachteten Bestsellerautor Markolf Niemz große Resonanz gefunden.


Der Evang.Rundfunkdienst ERB porduzierte am 17.10.08 die Talksendung "Von Himmel und Erde", für private Anbieter, die z.B. bei RNF, byfamily und Bibel-TV gesendet werden. Der Physiker Prof. Dr. Marolf Niemz, Ordinarius für Medizintechnik an der UNI Heidelberg, Verfasser der Bestseller "Lucy mit c" und "Lucy im Licht" spricht mit Theologen Gerhard Lanzenberger über Nahtoterfahrungen, Seele, Ewigkeit und Gott.

Das Gespräch kann d i r e k t  im Internet angesehen werden Sendung "Von Himmel und Erd" www.ERBa.de


Niemz

Gespräch mit dem Physiker und Bestsellerautor Prof. Dr. Markolf NIEMZ, Ordinarius für Medizintechnik an der Universität Heidelberg, im April 2007 in Gemmingen über Lichtgeschwindigkeit und das Weiterleben nach dem Tod.

Vortrag


Weiterleben im Licht Vortrag

Seele als Blackbox des Lebens

(Kraichgau Stimme, Donnerstag 6. Dezember 2007 S. 31)Von Sarina Pfründer

"Indizien für unser Weiterleben im Licht": Abend mit Professor Markolf Niemz und Pfarrer Lanzenberger

Sinsheim - Keine leichte Kost servierten Professor Dr. Markolf Niemz und Pfarrer Gerhard Lanzenberger beim Vortrag „Indizien für unser Weiterleben im Licht“ den Zuhörern im evangelischen Gemeindehaus. Zwei spannende Vorträge und eine Fragerunde zeigten die Berührungspunkte von Theologie und Naturwissenschaft auf.
Feine Unterschiede? Auf den ersten Blick unterscheiden sich ihre Thesen nur in Nuancen: Niemz als Physiker diskutiert die Aussage, dass die Seelen ins Licht kommen. Theologe Lanzenberger spricht darüber, wie die Körper zum Licht werden. Zwei Präsentationen mit vereinfachten Animationen versuchten, deutlich zu machen, worum es den Autoren geht. Dennoch: Mancher Besucher fühlte sich überfordert und verlies vorzeitig den Saal. Zweifelsohne hatte die Veranstaltung Universitätsniveau.
Der Heidelberger Dr. Markolf Niemz ist Autor des Werks „Lucy im Licht - dem Jenseits auf der Spur“. Mit dem Buch geht er der Frage nach, ob es Hinweise auf ein Leben nach dem Tod gibt. „Die gibt es, aber es sind Hinweise, keine Beweise.“ Spannende Zeugnisse sind Berichte von Menschen, die dem Tod einmal sehr nahe standen. Beispielsweise die Nahtod-Erfahrung eines Mannes, der fast ertrunken wäre. Nicht alle Patienten berichten von einer solchen Erfahrung, wenn doch, tauchen immer wieder dieselben Elemente wie ein Tunnelerlebnis oder das Gefühl, schneller geworden zu sein, auf. Niemz folgert daraus seine These: „Mit dem körperlichen Tod wird unsere Seele, also unser geistiges Ich und Bewusstsein, auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, damit sie ins Jenseits übergehen kann.“
Pfarrer Gerhard Lanzenberger räumte mit der Vorstellung vieler Christen auf, Gott habe die Welt in sechs mal 24 Stunden erschaffen. „Das hebräische Wort Yom darf nicht auf unsere Bedeutung von Tag reduziert werden“, forderte der Gemminger Pfarrer. Vielmehr bedeute es eine kurze oder lange Zeit, eine Ewigkeit, also eine Zeitschale. Nicht der Mensch sei die Krönung der Schöpfung, sondern die siebte Zeitschale. Am siebten Yom erreicht die Welt ihr Ziel, nämlich den Frieden „Schalom“ als Ganzheit aller Dinge.
Garten der Seele Für Lanzenberger sind die biblische Schöpfungsgeschichte und die naturwissenschaftliche Evolutionslehre kein Widerspruch: „Gott nimmt Erde und formt Adam und bläst ihm Atem ein. In diesem Satz liegen nach heutiger Erkenntnis 4,5 Milliarden Jahre.“ Die Seele ist für den Pfarrer die Blackbox des Lebens. Das Leben ist der Garten der Seele. Deshalb sei es wichtig, in der Welt Lieben und Wissen zu lernen.




Gerhard Lanzenberger

Pfarrer, Gemmingen:

 

Zusammenfassung und theologische Folgerungen aus dem Buch von Prof. Dr. Hans-Peter Dürr,

„Auch die Wissenschaft spricht nur in Gleichnissen“ und aus den Gesprächen mit Prof. Dr. Markolf Niemz über sein Buch „Lucy im Licht“

 

>> Materie und Leben,  Seele und Jenseits <<

1.        DIE MATERIE erscheint, oberflächlich betrachtet, wie ein fester „Materiehügel“, ist aber eigentlich wie ein wimmelnder, lebendiger „Ameisenhaufen“ aus „Passierchen“ und „Wirks“. Unter der materiellen „Kruste“ wimmelt bereits die kreative Potenzialität des Lebens, darauf wartend aus dem „materiellen Hügel“ hervorzubrechen (Quantenlebendigkeit).

2.        DAS LEBEN wäre dann die Flucht aus der Entropie durch Energiezufuhr in eine kreative Evolution, deren Ausgang unsicher ist. Sie führt in eine schwebend-sensible Instabilität auf einen hochdifferenzierten Chaospunkt zu in eine kreative Potentialität des Lebens (=Geist?), wie ein „Pendel bzw. eine Schiffschaukel“, die immer mehr Energiezufuhr erhält, bis sie überschlägt, solange dieses „Leben“ dauert. Es entsteht eine dynamische Stabilität, das Spiel des Lebens („überschlagende Schiffschaukel“) Es ist so, als würden „zwei laufende Beine eines Menschen“, sich gegenseitig stabilisierend durch Energiezufuhr in einem dynamischen Gleichgewicht vorankommen. Oder man könnte es vergleichen mit einem Fahrrad, das immer mehr in Bewegung kommt  und  in einem dynamischen Gleichgewicht in eine schöne Fahrt gerät.

3.        Bleibt der Mensch als eigene Melodie, die den Tod überdauert? (Dürr, S. 144): Mit dem Tod kommt die „Seele“ nicht ins Ich-lose, aber ins Ego-lose . Das ICH kommt in Omnipräsenz und Ewigkeit ohne „Ränder“,  ganz in das „Offene“, das in die Unendlichkeit reicht, in einem Horizont ohne Begrenzung (nicht mehr in der durch Haut begrenzten Hülle!). Die Namen der Verstorbenen bleiben als Melodie erhalten. Mit den Melodien aller anderen, in einem Geben und Nehmen (Dürr- S. 144 !!!). Das ICH löst sich nicht  in der Ganzheit (hebräisch Schalom) auf, es  bleibt in ihr eingebettet.

4.        Die naturwissenschaftlichen, gleichnishaften Betrachtungen tasten „nach unten“ die vielen „Profile“ und „Verzierungen“ eines Vasenhalses ab („Rubinsche Vase“) und entdecken unter der Kruste der Materie-Raum-Zeit-Welt die Potentialität des Lebens, das sich kreativ in immer neuen Evolutionssprüngen intelligent (Fred Hoyle) entwickelt.

5.        Die Religionen tasten nach „oben“ den geöffneten „Vasenrand“ ab, der nach unten gebogen in die „Vase“ zurückläuft und in das Ganze der „Vase“ mündet. Dann käme alles wieder zurück zur Ganzheit aller Dinge (=hebräisch Schalom): Materie und Energie, Geist und Seele als Ganzheit im Licht  (Omnipräsenz und Ewigkeit).

 

 

6.        Theol. Folgerungen

a)     Ich müsste mein  in 2. Auflage erschienenes und zur Zeit vergriffenes Buch „Schöpfung ist Evolution“ in einer 3. Auflage nennen „Schöpfung ist kreative Evolution“.

b)  Dürrs Gleichnisse „Wirks“ und Passierchen“ passen einzigartig zur Intention der hebräischen Sprache, die nicht statisch in Substantiven spricht, sondern Bewegung und wirken in Verben ausdrückt, z.B. die Übersetzung des Jahwenamens in Ex. 2, den wir als Abendländer mit „Ich bin, der ich bin“ übersetzen, muss besser aus dem Hebräischen übertragen werden, mit: „Ich bin der Wirkende und werde wirken, es passiert etwas, weil ich wirke. Ich bin der Werdende und ich werde für euch da sein“. (=HAYA, hebr. = sein – werden – wirken)

c)  Die priesterschriftliche Schöpfungsgeschichte Gen. 1 spricht in einzigartiger, aktuell-gebliebener Reflexion z.B.:

 

aa)HAYA: Es sei, es werde, es wirke,

bb) BARA: es schafft einer, ohne zu arbeiten: es geht alles wie von selbst,

cc) YOM: kurze oder lange Zeiten, Ewigkeiten, „Tage“

dd) ADAM: Menschen aus Erde (ADAMAH),

ee) TOHU WA BOHU: Die Welt beginnt mit Chaos und Dunkelheit (CHOSCHÄK), danach strahlt Licht auf (YOM 1 = 1. Zeitraum).

 

d)  Die jahwistische Weisheitsschrift Gen. 2 vom „Garten Eden“ ergänzt:

aa) YOM Eden: Der „Tag“ Eden (der Tag der „Seele Adams“)steht den 6 Schöpfungszeiten (YOM) gegenüber.

bb) Eden ist „der Tag“ (YOM) unsere 7 existentiellen seelischen Beziehungen zu Gott – Erde – Natur – Leben – Wissen um Gut und Böse – Tierwelt – Mann und Frau (=7).  Der Mensch ohne Beziehungen ist wie ein Eremit in der Wüste allein, erst seine guten 7 Verbindungen (des Garten „Eden“)machen Adam zur Seele, sie zu zerbrechen ist Zielverfehlung (Sünde z.B. ist die Verbindung zur Natur abbrechen: zu den „Bäumen des Garten  Eden“keine Beziehung haben.)

cc) EVA = die Lebensbringerinnen der Menschheit. Der Name erscheint nie im Zusammenhang mit ADAM, sondern nur am Ende des Sündenfalls als Interpretation, dass das Leben weitergeht (EVA=LEBEN), obwohl der Mensch sündigte. (Adam und Eva als erstes Paar ist eine Konstruktion des Abendlandes. Es entspricht den hebr. tiefsinnigen Aussagen

nicht. )

dd) Der Mensch wird zur Seele (NÄPHÄSCH – Gen. 2), die in enger Verbindung zum Körper steht: Kehle, Atem, Lebenshauch.

 

Folgerungen aus c u. d:

Die Mühe der Kreationisten die Bibel gegen die Evolution verteidigen zu müssen ist sinnlos und völlig überflüssig, da beim wirklichen ernst nehmen der ganzheitlichen dynamischen hebr. Sprache der Gegensatz in sich zusammenfällt: Gott schafft so, dass alles wie von selbst geht (BARA) und spricht: es sei, werde, wirke (HAYA).

e)  Die Gespräche mit Physik-Professor Markolf Niemz („Lucy mit C“ und „Lucy im Licht“), Heidelberg, der die Hypothese vertritt, „mit dem Tod erreicht die Seele mit Lichtgeschwindigkeit Omnipräsenz und Ewigkeit“ erweitere ich durch die Anstöße von H.-P. Dürr

·         Vielleicht formt die Seele den Körper zusammenhängend mit dem Weltgeist (Dürr, S. 137).

·         Die Seele entstünde schon im Körper, sie wäre kein von ihm abgetrenntes Phänomen

·         Die Seele wäre die Information des Lebens und würde Omnipräsenz und Ewigkeit erreichen (mit c)

·         Der „Lebensfilm“ Seele könnte wie eine „Blackbox“sein, die den Tod des Körpers (Absturz: Schiffschaukel steht still) „überlebt“.

·         Der Körper scheint nicht „die Schlacke“ zu sein, die zurückbleibt, sondern immer noch Materie mit Lebenspotentialität („Wirks“ und „Passierchen), die viele weitere Verwandlungen durchläuft, bis auch sie am Ende zurücktaucht in Ewigkeit und Omnipräsenz ?

(Durch absolute Gravitation: letzte Singularität :  c=100%, G = 100%)?

·       Dann gäbe es in der Tat die „Auferstehung“ der Seele und des Körpers.

·      Dann wäre  Ewigkeit und Omnipräsenz die Ganzheit (hebr. Schalom= Friede, die Ganzheit aller Dinge), in der alle ICHS miteinander verschmelzen und (!) gleichzeitig ihre “eigene Melodie“ spielen , ohne EGO( Egoismus) und ohne kämpferische Abgrenzung.

Was von der Raumzeitwelt aus unmöglich erscheint, würde im Jenseits kein Problem sein. (Die ICH-Teilchen „schwimmen“ auf und in den unendlichen „WIR- Wellen“ in der ewigen Omnipräsenz???).

 

Dann wären im Jenseits Körper und Energie, Seele und Geist , die Ganzheit, die wir in der Raumzeitwelt nur getrennt sehen können,  wie z.B. „Lichtteilchen oder Wellen“…

Die Materie geht mit dem Leben „schwanger“und gebiert das Leben. Leben sind  wachsende Seelen, entstehende „Lebensfilme“in der Raumzeitwelt. Aber alles kommt und geht durch den Geist, der im Universum kreativ ist und in die Ganzheit aller Dinge mündet: Schalom!

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